Geschichte des Ginsenghofes
Das 800 Jahre alte Gräfendorf wurde als „super villa Grevendorf" im Jahr 1205 erstmals erwähnt und ist damit eines der ältesten Orte in der Gemeinde Niederer Fläming. 1533 veräußerte der geldbedürftige Erzbischof Albrecht das Amtsdorf an den Amtshauptmann Georg von Thümen, der es zu einem schriftgemäßen Gut machte. Er war der erste ordentliche Besitzer des Gutshofes, auf dem 1700 Bier für den Eigenbedarf gebraut wurde.
Im Jahre 1816 gab es wieder eine Windmühle, Hufschmiede sowie die Brauerei mit Branntweinbrennerei, Schänke und eine Ziegelei. Der letzte Besitzer hieß Herbert Salm, dessen Familie durch die Rote Armee enteignet wurde.
Die Provinzialregierung der Mark Brandenburg forderte ihre Bürger auf Guts- und Herrenhäuser abzureißen.
Die alte Brennerei überdauerte diese Zeit, da sie lange als Wohngebäude genutzt wurde. Danach war sie jedoch dem Verfall preisgegeben bis zwei Landwirte aus der Region 1998 damit begannen, Ginseng, eine aus Korea stammende Heilpflanze, auf ökologische Weise anzubauen. Sie nahmen sich der Ruine an und sanierten sie aufwendig. Heute beherbergt sie die Bürogebäude des Ginsenghofes, ein gemütliches Cafè und den Hofladen.



